CTF
Bis in die Holmer Berge 2008 der RG Wedel - Nette Runde mit netten
Menschen
Meine Erstteilnahme bei der CTF ab Wedel
zeigte, dass Wilf und das Bild, dass ich mir aus den Ankündigungen
gemacht hatte, nicht zu viel versprochen hatten. Landschaftlich hatte
diese CTF viel zu bieten und das bei Sonnenschein und zum Schluss
beinahe frühlingshaften Temperaturen. Die letzten zehn Kilometer fuhr
ich ohne Handschuhe, konnte so Fotoapparat und Diktiergerät leichter
bedienen.
Ich hatte mich mit Rücksicht auf mein Mädel
für die Kurzstrecke entschieden. Wegen dem RTF-Kaffeeklatsch hatte sie
mich bereits am Vortag entbehren müssen. So führte mich mein Weg
leider nur sehr kurz an die Elbe heran. Die vom Profil erheblich
anspruchsvollere Langstrecke verläuft ein längeres Stück die Elbe
entlang. Ein Grund wieder zu kommen und diese zu wählen. Heide-Biker
hatte sich dafür entschieden, was ihm bis ins Ziel einen erhöhten Puls
bescherte.
Überhaupt Heide-Biker, hätte man ihn mir
nicht vorgestellt, ich hätte ihn nicht erkannt. Das sagte ich ihm auch
gleich zur Begrüßung, was ein denkbar schlechter Einstieg für ein
Gespräch ist, aber Karsten ist ein humorvoller Mensch, der von
Lebensfreude nur so sprüht.
Vorgestellt hatte ihn mir der Rissener Radfreund
Wilf, der andere
Mann, den ich in Wedel endlich persönlich kennenlernen konnte. Wilf führte
zwar eine Kurzstreckengruppe, aber nicht meine. Es reichte es für
ein paar Worte weil er der Lokal-Redakteurin die CTF erklärte. Mit Julian Weitz stand mir sein fünfzehnjähriger
Sohn als Schlussfahrer zur Seite, wenn ich wieder durch das
Fotografieren zurückgefallen war.
Vor dem Start traf ich die Katten-Bergziegen
Stephan und Heike Sturm und den norddeutschen Rundfunker Jörg Doose. In
der Gruppe standen auch die Endspurtler Rolf Titel und Kolja Krohn. Gern
hätte ich mich der Gruppe angeschlossen, aber die fuhren die
Langstrecke. Nette Mitfahrer hatte ich auch so genug, waren doch Olli,
Thali und Tom mit dabei. Thali hatte zudem mit Norbert einen CTF-Novizen
mitgebracht. Über all die Begrüßungen vergaß ich Tacho und
Pulsmesser in die Ausgangsstellung zu bringen und das GPS-Gerät
mutierte zum Ballast, weil ich es nicht aktivierte.
An der Anmeldung sprach mich jemand an, er wäre
der, der mir die Mail geschickt hätte. "Welche Mail? Ich bekomme täglich
bis zu fünf Radsport-Mails." entgegnete ich. "Die wegen
Kaltenkirchen." "Kaltenkirchen?" "Na, wegen
48C." Da machte es dann Klick bei mir. Heiner war der Unglücksmensch,
der die drittschnellste Gruppe ("C") auf der 48 km Strecke bei der
CTF in Kattendorf führte,
aus der ausgerechnet
die Forums-Aktivisten Thali, Olli und Heide-Biker verloren gingen.
Deren Frust resultierte aus Missverständnissen,
erklärte mit Heiner, z. B. fuhr er mit der 48C nicht an 48A, sondern 72C heran
und dass er dies ihnen gern persönlich erklären würde. In seinem
Verein ist ihm niemand böse, weil man dort seine Sicht der Dinge
versteht. Ich hoffe, dass wir alle bald einen Haken unter die Sache
machen. Keiner hat es böse gemeint und niemand ist dabei zu Schaden
gekommen.
Wie zumeist schloss ich mich der langsamen
Gruppe auf der "Kurzstrecke" an, wobei 48 für eine CTF sich
wie über 70 bei einer RTF rechnen. Vor uns starteten die schnelleren
und die Langstreckler sowie eine Gruppe von vier Jugendlichen.
Barbara Riege und Julian führten unsere
Gruppe so, dass niemand verloren gehen konnte, jedenfalls nicht nach
hinten. In den Holmer Sandbergen umkurven wir einen See, an dessen Ufer
es auf einem wunderbaren Single-Trail mit Passagen mit sehr losem Sand
ständig einige Meter rauf und runter ging. Das war nicht nur was für
Olli, der sein Jucken halbwegs unter Kontrolle behielt. Unabgesprochen
stürmten zwei andere Fahrer davon. Dann fiel Barbara ein, dass wir längst hätten abbiegen müssen.
Ohne die zwei machten wir kehrt. Selbst Schuld!
Direkt vor mir und völlig überraschend stieg
Barbaras Tochter Leslie über den Lenker vom Rad. Sie hatte nur vorne
und zu kräftig gebremst. Es sah aus, als ob sich ein Seitenläuferdynamo
gelockert und in die Speichen geraten wäre. Erst half ich ihr auf, dann
sah ich mir die Bremse an. Es war eine stinknormal Deore V-Brake.
Anscheinend lassen sich die Dinger schlecht dosieren. Mit meinen Magura
HS 33 ist mir so etwas auf über 40.000 Kilometern und vielen
"einseitigen" Bremsmanövern nicht ein Mal passiert. Olli
musste kurz anhalten, weil ihm was ins Auge geflogen war. Er mag nicht
mit einer die Perspektive scheinbar verändernden Brille fahren.
Das Depot lag in einem leeren Pferdestall mit
allerlei Nippes an den Wänden. Es gab verschieden belegtes Schwarz- und
Graubrot und leckere Rosinenbrötchen, dazu Bananen und Orangenstücke
sowie Corny-Riegel und heißen Tee. Ich kippte meinen Rest Eiskaltgetränk
weg, ließ Tee volltanken. Gern hätte ich dazu einem Schuss Rum
genommen, aber erst nach der Tour. Am Ziel gab es Erbsensuppe, Bockwürste
und Kuchen vom Blech.
Am Depot traf ich auf "Rock" Hudson
und Manfred Galonski vom
ESV Fortuna
Celle. Die beiden hatten mir Fotos
von der CTF ihres Vereins geschickt. Als die Mail mit dem Absender Rock
Hudson ät T-Online.de erhielt, fühlte ich mich auf den Arm genommen,
wollte die Mail erst als Spam löschen. Rock ist sein Spitzname. Auf
meine Bemerkung, sie hätten wohl eine weite Anreise gehabt, winkte Rock
nur ab. Die beiden fahren pro Jahr um die 80 RTF und CTF mit teils viel
weiteren Anfahrtswegen. Seitdem haben die Fortunen zahlreiche Berichte
ins Forum und Bilder ins Album gestellt.
Weil ich keine Lust hatte für die trockene
Strecke Lilas MTB für mich und mein Tourenrad für sie umzurüsten, war
ich mit meinem TrengaDE
TDH-10 unterwegs. An meinem Tourenrad störten mich unterwegs
nur die für eine Crosstour zu dicht an den Reifen verlaufen
Schutzbleche. Das hohe Gewicht des vollausgestatteten Rades stört
mich kaum, kam dafür in den Genuss der 14-Gang-Nabenschaltung, die beim
Auf und Ab in den Holmer Sandbergen ihre Vorteile voll ausspielen
konnte. Blitzschnell war ich immer im richtigen Gang. Meine
Alltagsreifen Continental
TopContact liefen super auf den Waldwegen, mussten erst bei steilen Anstiegen im feinen
Sand passen.
Ebenfalls für mich CTF-untypisch hatte ich leider
keinen Trinkrucksack, sondern eine Lenkertasche und die eigentliche
tolle CamelBak
Outdoor Trinkflasche dabei. Letztere hat das gleiche praktische
Mundstück zum Saugen, bekam aber trotz der Schutzbleche immer wieder
etwas Sand ab und kühlte mehr aus, als dies eine Trinkblase im Rucksack
am Körper tut, was bei den morgentlichen Temperaturen knapp über Null
anfangs unangenehm war.
Nach der CTF
saßen Karsten, Olli, Thali und
Tom noch im Jugendhaus bei einer Tasse Kaffee zusammen, scherzten vor
der Tür noch weiter. Gelacht haben wir zunächst über Kastens
sprechenden Gesichtsausdruck, der ziemlich fertig nach uns den Raum
betrat. Kaum dass ihn eine Helferin am Buffet angesprochen hatte, lächelte
er schon wieder. Thomas erzählte, dass er jeden Sonntag einen Triathlon
absolviert. Morgens geht er einige Kilometer mit dem Hund spazieren,
schwingt sich danach auf's Rad, duscht dann 30 Minuten.
Es war ein fröhlicher Abschluss der CTF, der
nur eine Frage offen ließ, wann treffen wir uns wieder? Die nächsten
CTFs finden weit im Norden statt. Die Frage beantwortete sich über das
Forum. Wenige Wochen später ließen wir uns auf der ersten
Forums-MTB-Tour von Heide-Biker Karsten die Heide zeigen.
Ca. 90 Bilder
von der CTF Bis in die Holmer Berge ab Wedel findest Du hier.
Ein GPS-Protokoll und eine Kartenansicht davon sowie einen Link auf Wilfrieds Bericht und Bilder
aus 2007 findest Du im Forums-Rückblick CTF Bis in die Holmer Berge. Ferner gibt es einen Bericht von Fred.
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